5 To-Dos für Rio! Rio de Janeiro im Schnelldurchlauf.

In Brasilien, Straßenleben

Rio de Janeiro. Stadt vieler Träume! Wenn es einen Gott gibt, diesen Ort muss er höchstpersönlich geschaffen haben. Rio, das ist Leiden, das ist Lust. Diese Stadt ist pures Leben! In jedem Winkel schreit sie: „Hier bin ich! Das Leben ist schön!“ Die fast schon lebensmüde Leichtigkeit gepaart mit törichter Besessenheit ewiger Jugend packt dich, kaut dich ordentlich durch, spuckt dich irgendwann aus. Und du willst nur zurück.

Im Grunde lassen sich die wichtigsten touristischen Highlights in Rio an einem Tag abfrühstücken. Satt macht das zwar nicht. Aber meine Top 5  geben dir einen kleinen Einblick in Brasiliens zweitgrößte Megacity.

1. Mit Cristo Redentor auf Rio blicken

 

Okay, fangen wir mal mit der Christusstatue an. Die Jesus-Christus-Erlöserstatue kennen wir alle und ein Besuch auf dem Corcovado gehört zum absoluten Pflichtprogramm für jeden Rio-Reisenden (hab ich schon mal erwähnt, dass ich Alliterationen liebe?). Ja, sie ist ziemlich groß und wirklich beeindruckend. Der Ausblick ist umwerfend und das Risiko einen Selfie-Stick in den Rücken gerammt zu bekommen vermutlich an kaum einem anderen Ort der Welt so hoch wie hier. Auch beliebt: Leute anpampen, wenn sie es wagen ins Bild zu laufen (gedrückt zu werden), wenn mal wieder jemand (gefühlt jeder) ein Foto in Jesus Pose macht. Beides irgendwie ziemlich peinlich…

Mein Tipp: Vom Mirante Dana Marta (Google Maps) hast du nicht nur einen wundervollen 360-Grad-Blick auf Erlöserstatue, Zuckerhut, Copacabana und Maracana-Stadion, sondern auch deutlich mehr Ruhe. Auf keinen Fall verpassen!

2. Durch die Nacht tanzen

Die Straßenpartys in Rio de Janeiro sind legendär! Wirklich die beste Form des Nachlebens. Umsonst und draußen. Und ein bisschen verrückt. Überall gibt es Straßenverkäufer, die eine nachhaltige Flüssigstoffversorgung (Caipi in allen Formen, Bier und Alkoholfreies) sichern – Preise sind Verhandlungssache und es gibt Mengenrabatt. Der Dresscode ist äußerst luftig-leger. Die Musik fröhlich. Die Tänze körperbetont. Die Menschen sind sehr offenherzig. Es dauert keine fünf Minuten und du bist voll integriert 😉

Party-Locations gibt es in der gesamten Stadt. Ihren legendären Ruf haben die Partys aber definitiv aus Lapa. Zwischen der berühmten Escadaria Selaron (Google Maps) und dem Carioca Aqueduct (Google Maps) geht es freitags und und samstags rund. Das Publikum ist so vielfältig wie das Leben. Am Sonntag, Montag und Donnerstag gibt es großartige Stimmung rund um den Praça Santos Dumont (Google Maps). Hier feiern vor allem Studenten und Mit-Zwanziger; sich selbst und die Stadt.

Mein Tipp: Rio ist vieles, aber keine sichere Stadt. Tatsächlich wurde ein Freund von mir in Lapa mit Waffengewalt ausgeraubt. Kameras und Wertsachen bleiben also definitiv zuhause! Beides stört beim Feiern ja auch nur.

3. Caipirinha in Ipanema schlürfen

Ein Besuch an der Copacabana gehört natürlich auch zum Pflichtprogramm. Entspannter, jugendlicher und moderner geht es allerdings in Ipanema zu. Mein absoluter Lieblingsstrand. Nirgendwo anders kann man bei einem Caipirinha (oder einer Kokosnuss ) so wunderbar die Sport- und Beaty-Junkies bei ihrem Schaulaufen beobachten und seinen Bauch in die Sonne halten. Ein frischer Caipi, dazu „The Girl from Ipanema“ auf die Ohren und ich kann mich auch im tiefsten europäischen Winter an diesen wunderbar weißen Strand zurückträumen. Hilft bei akut schlechter Laune immer!

Mein Tipp: Die Caipi-Preise fallen Richtung Leblon/Vidigal (also zum Westen hin) immer weiter. Also: Go West! Außerdem solltest du auf jeden Fall einen Passionsfrucht- oder Kiwi-Caipi probieren. Lecker, lecker, lecker!

4. Auf den Zuckerhut fahren

Ich suche gerade eine Steigerung zu umwerfend… mir will aber keine einfallen. Um den Ausblick Ausblick vom Zuckerhut zu beschreiben, würde ich es aber brauchen. Der toppt den vom Corcovado nämlich noch einmal ein bisschen. Auch wenn das eigentlich kaum noch geht. Also hoch da mit der weltberühmten Seilbahn (Öffnungszeiten). Die Fahrt macht Laune und steigert die Vorfreude auf den Ausblick mit jedem gewonnenen Höhenmeter.

Mein Tipp: Komm zum Abend. Dann kannst du (gutes Wetter vorausgesetzt) einen perfekten Sonnenuntergang hinter der Erlöserstatue bewundern und anschließend aus der Vogelperspektive den erhabenen Blick auf das nächtliche Rio genießen.

5. Sonnenuntergang am Atlantik genießen

Apropos Sonnenuntergang: Einen ganz besonderes Erlebnis ist die Dämmerung in Ipanema und Leblon. Wenn nach Feierabend die letzten Runden Beachvolleyball und Fußball gespielt werden, blüht der Strand noch einmal richtig auf. Wer sich diese Stimmung entgehen lässt und den Sonnenuntergang verpasst, ist selbst schuld!

Mein Tipp: Starte im Osten am Pedra do Arpoador (Google Maps) und laufe am Wasser entlang dem Sonnenuntergang entgegen, dann musst du dem Sonnenuntergang nie den Rücken zukehren.

2 Kommentar

  1. Super geschrieben. Danke für die Tipps. Im Juni geht’s für mich nach Brasilien, bevor die Massen für Olympia kommen. Was mich interessieren würde: Hast du dich sicher gefühlt? Reise alleine und man hört immer wieder die schlimmsten Storys…

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