Backpacking in Israel und Jordanien Meine perfekte Reiseroute.

In Fotos, Israel, Jordanien

Der Tourismus im Nahen Osten leidet unter dem ISIS-Terrors gewaltig. Dazu kommen die politischen Spannungen im Jemen und die unübersichtliche Situation auf dem Sinai. Und letztlich ist vielen auch der letzte bewaffnete Gaza-Konflikt (Sommer 2014) noch sehr präsent. Darum sind die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren massiv eingebrochen. Die Touristik-Branche in Israel und Jordanien liegt fast am Boden. Besserung ist kaum in Sicht. Wenn du das Gebiet um Totes Meer, Jordan, Mittelmeer und Rotes Meer ohne Touristenmassen erkunden willst, spielt dir diese zu traurige Situation in die Karten. Die negativen Schlagzeilen sollten dich nicht davon abhalten, den Nahen Osten kennenzulernen. Also auf, auf: Rucksack packen und los geht die Backpacking-Tour!

Israel-Jordanien_Karte

Eins noch kurz vorweg: In Israel und Jordanien hätte ich Monate verbringen können und an jedem Tag etwas neues Spannendes entdeckt. Allein der eine Quadartkilometer Jerusalemer Altstadt bietet genug Möglichkeiten, um wochenlang die Geschichte der Wiege unserer Zivilisation zu erleben. Den meisten wird es aber vermutlich wie mir gehen: Irgendwie mangelt’s an Zeit und obendrein auch noch am schnöden Geld. Die Challenge lautet also: Mit wenig Euros (Schekel oder Dinar) möglichst viele Erfahrungen aus dem bisschen Zeit herausholen. Ich hatte knapp drei Wochen und bin extrem begeistert, was in dieser kurzen Zeit alles unterzubringen war. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich präsentiere offiziell die ultimative Reiseroute durch Israel und Jordanien.

Zur Orientierung die Route schon einmal in der Zusammenfassung:
Tel Aviv — Amman — Petra — Wadi Rum — Akaba — Ankunft in Jerusalem — Jerusalems Altstadt — Yad Vashem — Palästina — Totes Meer — See Genezareth — Haifa

Am Ende dieses Beitrags findest du auch noch allgemeine Tipps.

Tag 1: Ankommen am Ben Gurion International Airport

Den ersten Tag solltest du besser für’s Ankommen reservieren. Den israelischen Sicherheitsbehörden eilt ein Ruf voraus, der nicht von ungefähr kommt. In der Tat lassen sie nicht jeden dahergelaufenen Europäer oder Amerikaner einfach so ins Land. Bei mir selbst hat die Passkontrolle trotzdem keine zwei Minuten gedauert. Ich musste lediglich einige Standardfragen beantworten: Was wollen Sie in Israel? Haben Sie Familie oder Freunde in Israel? Wollen Sie die Palästinensergebiete besuchen? Haben Sie bereits alle Übernachtungen gebucht? Wollen Sie Israel auf dem Landweg verlassen? Dass ich auch einen Trip nach Jordanien geplant habe, hat nur die Nachfrage ausgelöst, ob ich anschließend wieder nach Israel kommen wolle. Man sollte die Fragen möglichst direkt und präzise beantworten. Am besten hast du dir vor Reiseantritt eine Liste der Hostels oder Hotels in denen du übernachtest ausgedruckt und kannst diese vorlegen, um weiteren Fragen direkt zuvorzukommen. Vorteilhaft ist es auch, wenn du nicht allzu viele Stempel von arabischen Staaten in deinem Reisepass hast. Solche Sichtvermerke machen dich für die israelischen Sicherheitsbehörden besonders interessant. Ich habe einige Backpacker getroffen, die sich bei der Sicherheitskontrolle bis auf die Unterhose ausziehen mussten, stundenlang interviewt wurden und deren gesamtes Gepäck bei der Ankunft auseinandergenommen wurde. Sicherheitshalber solltest du deshalb wirklich einige Stunden für die Einreiseprozedur freihalten. Ein Visum brauchst du für Israel übrigens nicht. Statt eines Einreisestempels bekommst du eine Einreisekarte, die du bei der Ausreise wieder abgeben musst und während des Aufenthalts in Israel am besten immer dabei hast.

Transport und Hostel in Tel Aviv

Vom Flughafen aus geht es am einfachsten und komfortabelsten mit einem Zug der Israel Railways (externer Link) nach Tel Aviv (HaHagana) und zu Fuß weiter zum Hostel. Alternativ gibt es auch viele innerstädtische Busverbindungen von Dan (externer Link). Tel Aviv bietet eine riesige Hostel-Auswahl. Ich persönlich war mit dem Florentine Hostel (externer Link) sehr zufrieden. Das Hostel liegt genau zwischen Jaffa und der Strandpromenade von Tel Aviv. Eine Location von der aus du Tel Aviv bequem zu Fuß erkunden kannst. Die Zimmer, Betten und Sanitäranlagen sind eher rustikal, aber sauber. Die großzügige Dachtrasse mit Hängematten und Couchgarnituren lädt zum Relaxen in der Sonne ein. Der ideale Ort zum Entspannen und Kontakte knüpfen. Am ersten Abend hast du hier die Chance mit anderen Travellern ins Gespräch zu kommen und so den ein oder anderen kostenfreien Tipp abzustauben. Beispielsweise, dass der Hummus bei Abu Hassan in Jaffa der beste der Stadt sein soll.

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Tag 2: Tel Aviv unsicher machen

In Tel Aviv gibt es viel zu erleben. Du kannst dich in dieser Stadt einfach treiben lassen oder versuchen an einem Tag so viel wie möglich von ihr mitzunehmen – je nachdem, was dir mehr liegt.

Geschichte, Flohmärkte und moderne Galerien in Jaffa

Jaffa war früher eine südlich von Tel Aviv gelegene Stadt und bildet – seitdem Tel Aviv und Jaffa zusammengewachsen sind – quasi die Altstadt von Tel Aviv-Jaffa (so heißt die Stadt wirklich). Tel Aviv selbst hat übrigens keine „Altstadt“, weil es erst 1909 gegründet wurde. Jaffa hingegen gehört zu den ältesten durchgehend bewohnten Orten der Welt und blickt auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurück. Mit Tel Aviv und Jaffa sind also zwei Städte zusammengewachsen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Deshalb passen die beiden Orte auch so wunderbar zusammen. Um etwas über die Geschichte Jaffas zu lernen, bietet sich eine geführte Tour an. Jeden Tag um 11:00 Uhr startet eine (kostenlose) Tour am Old Jaffa Clock Tower (externer Link). Zum Ende der Tour wird jedoch um eine kleine Spende gebeten. Alternativ kannst du Jaffa natürlich auch selbst erkunden. Zu sehen gibt es mehr als genug: Vom quirligen Flohmarkt über viele kleine Kunstgalerien bis hin zum Fischereihafen mit frischem Fisch.

Von Alt-Tel Aviv in die Weiße Stadt

Weiter geht’s im modernen Tel Aviv. In einem kleinen Bereich um den Rothschild Blvd. kristallisiert sich die beeindruckende Entwicklung Tel Avivs. Von einer kleinen Nachbarschaft von Jaffa hat es Tel Aviv in 100 Jahren zum UNESCO-Welterbe „Weiße Stadt“ geschafft. Eine Bauhaus Tour bietet die ideale Möglichkeit, um viel über die kurze Geschichte der Stadt und ihre Verbindung zur Geschichte der jüdischen Siedler zu erfahren. Der Bauhaus Walk findet jeden Samstag um 11:00 Uhr statt. Treffpunkt ist 46 Rothschild Blvd. Ecke Shadal Street (externer Link). Auch hier wird am Ende der Tour um eine kleine Spende gebeten. Da die Tour auch am Rothschild Blvd. endet, empfehle ich dir danach im Da, Da & Da (externer Link) am unteren Ende des Boulevards einzukehren. Alternativ kann ich dir auch das vegetarische Restaurant Meshek Barzilay (externer Link) in der direkten Nähe ans Herz legen.

Die modernen Stadtteile im Zentrum

Egal ob Tour oder auf eigene Faust: Anschließend bietet sich ein Bummel durch das poshe, überlaufene Stadtviertel Neve Tzedek, das (noch) hippe Viertel Florentine, den alten Bahnhof HaTachana (externer Link) und den Carmel Market (externer Link) an. Wenn das Wetter ausnahmsweise einmal nicht so einladend sein sollte, kann ich dir einen Besuch im Tel Aviv Museum of Art empfehlen (externer Link).

Zum Abend solltest du zusehen, dass du zum Strand kommst. Hier kannst du den Anblick genießen, wie die Sonne langsam im Mittelmeer versinkt. Nachdem die Sonne untergegangen ist, dreht Tel Aviv so richtig auf. Lass dir die Chance nicht entgehen und versinke im Nachleben der Partymetropole – Anschluss solltest du bei den offenen und jungen Bewohnern zügig finden. Für Interessierte gibt es übrigens ein auch ein Weekly Couchsurfer Meeting (externer Link).

Natürlich ist das alles ein bisschen viel für einen Tag. Du kannst nach Lust und Laune also auch gut einen weiteren Tag anhängen. In Israel und Jordanien gibt es allerdings viele andere spannendere Plätze. Daher empfehle ich dir, in Tel Aviv nicht zu viel Zeit zu verbringen und eher am Ende deiner Reise (auch als Puffer) noch einen Tag für Tel Aviv einzuplanen. Achja: Fall’s du einen ganz persönlichen Zugang zu Tel Aviv suchst, probier’s mal mit Tel Aviv Greeters (externer Link).

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Tag 3 und 4: Weiter nach Amman

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Jordanien – der dritte Tag im Nahen Osten wird also ein Reisetag. Wenn du Glück hast, läuft alles wie am Schnürchen und schaffst die 100 km nach Amman noch vormittags. Wenn du Pech hast, kostet dich die Reise den ganzen Tag. Aber alles der Reihe nach.

Grenzübergänge zwischen Israel und Jordanien

Zwischen Israel und Jordanien gibt es drei Grenzübergänge: Einen im Norden, einen zentralen auf Höhe von Jerusalem und einen im Süden am Roten Meer. Von Tel Aviv aus ist der nächste Grenzübergang die Allenby-Brücke oder König-Hussein-Brücke (externer Link), wie sie in Jordanien heißt. Diesen Grenzübergang dürfen Israelis nicht benutzen, während die anderen beiden Grenzübergänge für Palästinenser geschlossen sind. Deswegen werden an der Allenby-Brücke grundsätzlich keine Visa erteilt. Bereits vor Reiseantritt solltest du dir also von der jordanischen Botschaft in Berlin ein Visum besorgen (externer Link). Oft haben die Grenzer aber Mitleid mit Touristen, die kein Visum dabei haben und stellen dann doch vor Ort noch eins aus. Ich würde das Risiko, unverrichteter Dinge wieder abziehen zu dürfen, aber nicht eingehen.

Der Weg zur Allenby-Brücke und weiter nach Amman

Von Tel Aviv nimmst du einen Bus vom der Central Bus Station (CBS) nach Jerusalem (externer Link). In Jerusalem kommst du ebenfalls am CBS an. Am CBS steigst du in die Straßenbahn Richtung ‚Heil Ha-Avir und verlässt die Tram am Damaskustor. Hier wiederum starten Sheruts (Sammeltaxis) zur Grenze. Die Sammeltaxi-Haltestelle (externer Link) zu finden, gestaltet sich nicht ganz einfach. Von der Straßenbahnhaltestelle gehst du zum Damaskustor. Wenn du auf das Damaskustor schaust, gehst du links die Sultan Zuleimen Straße hoch an einer Bushaltestelle vorbei. Dort findest du einen kleinen Durchgang (Jerusalem Commercial Market) in dessen Innenhof die Sheruts starten, sobald genügend Passagiere da sind. Die 45-minütige rasante Fahrt führt tief durch das Jordantal. Das Sherut bringt dich durch die erste Grenzstation bis zum israelischen Grenzterminal. Hier musst du eine Exit-Tax zahlen und wirst dann noch einmal kontrolliert. Danach fährt dich ein Bus den einen Kilometer über die Brücke zur jordanischen Grenzstation. Der Busfahrer sammelt die Ausweise ein und in der Station bekommst du den Ausweis zurück (keine Sorge, es kann auch mal 30 Minuten dauern, bis du deinen Pass zurückbekommst). Leider fahren keine Busse weiter nach Amman, sodass du dir ein Taxi nehmen musst. Häufig triffst du auf dem Weg aber andere Traveller oder Einheimische, mit denen du dir ein Taxi teilen kannst.

Entdeckungstour durch Ammans Altstadt

In Ammans Altstadt gibt es viel zu entdecken. Es empfiehlt sich mit dem Taxi auf den Zitadellenhügel zu fahren und dort mit der Besichtigung der Zitadelle zu starten. Durch die kleinen Gassen der Stadt folgst du anschließend dem Weg zum Römischen Theater. Das Theater ist ziemlich einfach zu erkennen und vom Hügel aus direkt zu sehen. Den Weg kannst du also eigentlich nicht verfehlen. Am Theater angekommen, kannst du dir gleich noch das Odeon und die Reste des historischen Forums anschauen. Besonders begeistert haben mich die Suks, die jetzt im Zentrum der Stadt auf dem Programm stehen. Fotos von meinen Streifzügen durch die Suks in Amman findest du in meinem Blogpost Jordanische Märkte. Downtown findest du tausende Möglichkeiten, um dich für die weitere Tagestour zu stärken. Ein leckeres Shawarma bekommst du beispielsweise bei Al Basha an der Al-Malek Faisal Street (externer Link). Du solltest unbedingt versuchen mit den Menschen in Ammans Altstadt ins Gespräch zu kommen. Sobald du Lust hast, geht es den Jebel Al-Qala’a mit Zwischenstopps bei Duke’s Diwan (externer Link) hoch bis zum Darat al Funun (externer Link). Abschließend geht es wieder runter in die Altstadt, aber nicht ohne im Hashem Restaurant (externer Link) zu Abend zu essen.

Transport und Hostel in Amman

Jordanien bietet leider keine so tolle Hostel-Auswahl wie Israel. In Amman scheint es mir besonders wichtig eine zentrale Unterkunft zu finden, weil es dann möglich ist, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Ich habe im Jordan Tower Hotel (externer Link) übernachtet und war damit zufrieden. Insbesondere das Frühstück ist wirklich klasse! Als Transportmittel für größere Entfernungen bieten sich die günstigen Taxis an.

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Tag 5: Petra entdecken

Jetzt heißt es wieder pünktlich aufstehen. Morgens geht dein Bus nach Petra (externer Link). In Petra, einem der sieben neuen Weltwunder (externer Link), kannst du den gesamten Tag verbringen. Bevor es in die Felsenstadt geht, bringst du deinen Rucksack am besten schon einmal ins Hostel in Wadi Musa. Dort kannst du auch nachfragen, ob sie dir ein Lunchpaket fertigmachen können. Damit sparst du dir einiges an Kosten in Petra selbst. Außerdem solltest du ausreichend Wasser bei dir haben, weil du in Petra lange Strecken zurücklegen wirst und es nicht überall die Möglichkeit gibt, Getränke zu kaufen. Auf keinen Fall solltest du das Schatzhaus und das Kloster verpassen. Versuche deine Route in Petra so zu wählen, dass das Kloster deine letzte Station ist. Dann kannst du dort einen atemberaubenden Sonnenuntergang bestaunen, der die gesamte Wüste in ein sattes Rot färbt.

Die Wüstenstadt ist ein teures Vergnügen

Die Preise in Petra und Wadi Musa (dem modernen Petra) sind wirklich gesalzen. Allein 50 Euro Eintritt werden fällig und eine Dose Cola kostet umgerechnet über 3 Euro. Ähnlich sieht es bei den Hostel-Preisen aus. Ich war im erschwinglichen Saba’a (externer Link). Die Investition „Petra-Besuch“ lohnt sich aber in jedem Fall! Kleiner Tipp am Rande: Ein Zweitagesticket kostet nur 5 Dinar (ca. 6 Euro) mehr. Du kannst also auch gut zwei Tage hier verbringen. Dafür gibt es in Petra genügend zu sehen.

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Tag 6: Wie Lawrence von Arabien im Wadi Rum

Am nächsten Tag heißt es schon wieder früh aufstehen. Zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr nimmt dich der Sammelbus mit nach Wadi Rum (einen Platz im Bus kannst du in deinem Hostel reservieren). Im Wadi Rum kannst du entweder auf eigene Faust mit dem Jeep starten oder eine geführt Tour buchen. Ich empfehle dir, dich in deinem Hostel in Wadi Musa (Petra) nach den verschiedenen Möglichkeiten zu erkundigen. Oft haben die Betreiber mit Führern in Wadi Rum spezielle Preisabsprachen, die dich tatsächlich günstiger davonkommen lassen als wenn du zuvor online etwas buchstoder gar erst bei der Ankunft in Wadi Rum einen Guide suchst.

Wüstensand und Beduinenmoral

Das Wadi Rum selbst ist eine echte Bilderbuchwüste – tagsüber extrem heiß und nachts extrem kalt. Eine unwirtliche Welt. Die Beduinen, die hier noch leben, betreiben jetzt Camps, in denen man übernachten kann. Tagsüber führen sie Touristen durch die rote Wüstenwelt, in der einst Lawrence von Arabien seine Zelte aufgeschlagen hat. Neben dem Tourismus widmen sich die Beduinen noch der Ziegenzucht. Die Beduinen sind sehr aufgeschlossen und erzählen beim nächtlichen Lagerfeuer gerne von ihrer Lebenswelt, die auf – nach europäischen Maßstäben – sehr exotischen Moralvorstellungen beruht. Nachfragen lohnt sich! Falls es dir draußen nicht zu kalt ist, kannst du den Camp-Betreiber bei der Gelegenheit auch fragen, ob er eine Möglichkeit für dich hat, draußen zu übernachten. Dann kannst du den wundervollen Sternenhimmel die ganze Nacht genießen!

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Tag 7: Treiben lassen oder Schnorcheln im Roten Meer

Und wieder heißt es früh aufstehen. Der Minibus nach Akaba fährt vom Besucherzentrum im Rum um 6:00 Uhr los. Der Betreiber des Camps, in dem du übernachtet hast, wird sich mit dir also um 5:30 Uhr auf den Weg zum Besucherzentrum machen. Nach ca. 45 Minuten kommt der Bus in Akaba am Roten Meer an. Hier hast du mehrere Möglichkeiten: Du kannst dich auf den Weg in das touristische Feriengebiet „South Beach“ am Roten Meer machen (Schnorcheln möglich), in die israelische Nachbarstadt Eilat wechseln (Schnorcheln möglich) oder einen Tag in Akaba bleiben und den öffentlichen Strand gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung genießen (kein Schnorcheln). Letztere Alternative empfehle ich dir! Akaba ist wirklich überschaubar und genial um sich nach den letzten anstrengenden Tagen einfach ein bisschen treiben zu lassen. Abends kannst du dir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Roten Meer mit Blick auf Israel und Ägypten anschauen. Die quirlige Abendstimmung am öffentlichen Strand ist schon etwas ganz besonderes.

Hohe Übernachtungspreise aber günstiges Leben

Auch in Akaba ist man nicht zurückhaltend, wenn es darum geht, überzogene Preise zu verlangen. Zumindest was die Hostels und Hotels anbelangt. Die Preise in Eilat und den Feriengebieten liegen sogar noch darüber. Einen Tipp kann ich an dieser Stelle leider nicht präsentieren. Was ich dir aber dringend ans Herz lege, ist im Al Mohandes an der Omar Alkhayyam Ecke Al Tabari (externer Link) Essen zu gehen. Hier triffst du garantiert keine Touristen und bekommst für umgerechnet einen Euro extrem Leckeres aufgetischt. Rustikales Ambiente garantiert!

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Tag 8: Rüber machen, hoch fahren und ankommen

Nach dem entspannten Tag in der Küstenstadt Akaba geht es wieder zurück nach Israel. Gleich morgens schnappst du dir ein Taxi und lässt dich zum Wadi Araba bzw. Yitzhak Rabin Grenzübergang (externer Link) bringen. In Israel angekommen, versuchst du am besten mit anderen eine Fahrgemeinschaft zur Central Bus Station in Eilat zu bilden. Von dort aus geht es dann mit dem Bus (externer Link) um 10:00 Uhr nach Jerusalem. Wer Lust und Zeit hat, kann noch einen Zwischenstopp am Toten Meer und an der Festung Masada (mehr dazu später) machen. Ich empfehle dir aber erst nach Jerusalem zu fahren und für das Tote Meer und die Festung Masada lieber einen ganzen Tag einzuplanen. So kannst du in Jerusalem schon einen ersten kurzen Rundgang durch die Altstadt machen, dir etwas Street Food (lecker Hummus!) besorgen und vom Ölberg aus den Sonnenuntergang über der Altstadt mit Felsendom bestaunen.

Hostel in Jerusalem

Von der Central Bus Station in Jerusalem aus kannst du dich am besten mit der Straßenbahn auf den Weg zu deinem Hostel machen. Hier empfehle ich dir das Abraham Hostel (externer Link). Das ist wirklich ein richtig tolles Hostel. Es ist zwar ziemlich groß, aber dennoch echt persönlich. In den großzügigen Gemeinschaftsräumen wirst du schnell Bekanntschaft mit anderen Reisenden machen. Außerdem bietet das Hostel auch Tagestouren an, die ganz gut sein sollen. Ich würde dir allerdings eher empfehlen, dich von den angebotenen Touren nur inspirieren zu lassen und lieber ohne Reiseleiter unterwegs zu sein.

Essen in Jerusalem

In Jerusalem erwartet dich eine unglaubliche kulinarische Vielfalt: Hier treffen die verschiedenen Geschmäcker der Welt aufeinander. Ein paar Lokale kann ich dir empfehlen: Im Tmol Shilshom (externer Link) bekommst du ein wirklich geniales Shakshuka. Etwas schicker geht’s im Colony Restaurant (externer Link) zu. Das passende Kontrastprogramm bietet das muslimische Viertel in der Altstadt: Da habe ich meine bisher beste Falafel-Tasche gegessen! An den Namen  des Ladens kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern. Sehr coole Rezepte zum Nachkochen findet ihr im Jerusalem-Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi (externer Link).

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Tag 9: Jerusalems Altstadt entdecken

Ein englisches Pärchen, das ich in Jordanien getroffen habe, hat Jerusalems Altstadt mit Vergnügungspark verglichen: Die Altstadt hätte ja im Grunde verschiedene Themengebiete zu bieten. Und in der Tat ist Jerusalems Altstadt in vier Viertel eingeteilt: Das christliche Viertel, das jüdische Viertel, das muslimische Viertel und das armenische Viertel. Vorab könnt ihr die Stimmung schon einmal mit dem Merian über Jerusalem erahnen (externer Link).

Christliches und armenisches Viertel

Im christlichen und armenischen Viertel gibt es vor allem Kirchen zu sehen: Die Grabeskirche, die Erlöserkirche, das Salvatorkloster, das Lateinische Patriarchat, das Griechisch-orthodoxe Patriarchat und das Griechisch-katholische Patriarchat. Insbesondere die Grabeskirche ist ein Ort an dem es viel zu erleben gibt. Sie ist in der Hand von sechs christlichen Konfessionen: Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxe, die römisch-katholische Kirche, vertreten durch den Franziskaner-Orden, und die Armenische Apostolische Kirche inne. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche haben Anspruch auf kleine Teilbereiche der Kirche. Die Protestanten sind in der Kirche nicht vertreten. Dennoch geht es auch so schon hoch her: Alle paar Minuten beginnt ein anderer Gottesdienst und zu Palmsonntag kommt es zwischen den verschiedenen Geistlichen auch schon mal zu Handgreiflichkeiten (externer Link). Kein Wunder also, dass Juden und Moslems regelmäßig zwischen den christlichen Konfessionen schlichten müssen. Der Mix aus angespannter, touristischer aber immer zutiefst spiritueller Atmosphäre hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Nimm dir also etwas Zeit und lass dich in der Grabeskirche treiben. Vom Turm der deutschen-evangelischen Erlöserkirche gibt es übrigens einen wunderbaren Rundumblick über die gesamte Altstadt.

Jüdisches Viertel

Das jüdische Viertel ist das modernste Viertel in Jerusalems Altstadt. Erst 1967 begann der Wiederaufbau des Viertels, nachdem es zuvor komplett verfallen war. Highlight des jüdischen Viertels ist die Klagemauer. Sie stellt die frühere Westmauer des Plateaus des zweiten Tempels dar, der sich an dieser Stelle befand. Die Klagemauer wird vornehmlich zum Gebet besucht. Viele Gläubige stecken aufgeschriebene Gebete, Wünsche und Danksagungen in die Ritzen und Spalten der Mauer. Die Klagemauer steht für viele Juden für den ewigen, bestehenden Bund Gottes mit seinem Volk. Direkt an der Klagemauer hast du gute Möglichkeiten mit weltlichen und orthodoxen Juden über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Diese Gespräche eröffnen ganz neue Einblicke und sind daher sehr zu empfehlen.

Muslimisches Viertel

Das muslimische Viertel ist das größte, bevölkerungsreichste und belebteste der Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkleiten in diesem Viertel sind der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Die beiden Heiligtümer der islamischen Welt stehen dicht beieinander. Der Felsendom ist das Erkennungszeichen der Altstadt und ein Symbol Jerusalems. Erkundige dich am besten im Vorfeld, wann der Felsendom für Nicht-Muslime geöffnet ist. Ansonsten werden dir die israelischen Polizisten den Zugang verwehren, es sei denn du kannst ihnen glaubhaft machen, dass du Moslem bist. Auch im muslimischen Viertel gibt einen weitläufigen Suk, der alles bietet, das man (nicht) brauchen kann und noch viel mehr. Kulinarisch geht’s abwechslungsreich zu: Sehr empfehlens- und preiswert.

Egal wie man es mit der Religion hält, in Jerusalems Altstadt spürt man Spiritualität in jedem Quadratmillimeter. Es ist ein vielschichtiger Flecken Erde: Religiös, geschichtlich, kulturell, völkerverständlich. Dabei ist so schwer vorstellbar, wie sich die Viertel so eng nebeneinander so unterschiedlich entwickeln konnten.

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Tag 10: Verzweifeln in Yad Vashem

Am zehnten Tag deiner Reise kannst du dich jüdischer Geschichte widmen, die nicht unmittelbar mit Jerusalem verknüpft ist. Die „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“ ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Als besonders niederschmetternd habe ich die Halle der Namen empfunden. Sie ist das Denkmal des jüdischen Volkes für jeden einzelnen Juden, der im Holocaust ums Leben kam. Über zwei Millionen Gedenkblätter mit kurzen biographischen Notizen der Holocaust-Opfer werden in den Regalen aufbewahrt, die entlang der Umfassungsmauer der Halle verlaufen. Sie bieten Raum für sechs Millionen Gedenkblätter. Fast vier Millionen Namen fehlen. In Anbetracht der Größe der Halle und der so erfahrbar werdenden Zahl der Opfer kann man nur verzweifeln.

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Tag 11: Verzweifeln in Palästina

Der nächste Tag führt dich in die Palästinensergebiete. Um deine Zeit möglichst effektiv einzusetzen, empfehle ich dir den Besuch von Bethlehem und Hebron. Aber auch Ramallah, Nablus und Jericho haben ihren Charme.

Bethlehem: Wo Jesus geboren ist

Die arabsichen Busse nach Bethlehem starten vom Damaskustor aus (Bab el-‚Amoud, Linie 24, 20 Minuten Fahrt). Sie bringen dich bis zum Checkpoint, anschließend geht es zu Fuß über die „Grenze“. Versuche dort am besten den Fängen der Taxifahrer entgehen, die auf die Touristen warten. Das Preis-Leistungsverhältnis soll zwar insgsamt ganz gut sein, aber Bethlehem ist wirklich klein und super zu Fuß zu erkunden. Die sehenswertesten Orte in Bethlehem sind die Grenzmauer, Rachaels Grab, das Aida-Flüchtlingscamp, natürlich die Geburtskirche und die Milchgrotte.

Hebron: Wo Abraham beerdigt ist

In Bethlehem gibt es zwei Bushaltestellen, von denen aus du ein Sherut nach Hebron nehmen kannst (ca. 30 Minuten Fahrt). Die eine Haltestelle befindet sich im untersten Stockwerk des Busbahnhofs und die andere findest du an der Children Street Ecke Hebron Road (externer Link). Die Preise für die Fahrt liegen bei umgerechnet ca. 2 Euro, sodass es für dich nur darauf ankommt, welche Haltestelle gerade näher liegt. In Hebron kristallisiert sich der Nah-Ost-Konflikt auf wenigen Quadratmetern. Meine Eindrücke in Hebron habe ich in einem eigenen Blogpost zusammengefasst.

Von Hebron aus bietet das Busunternehmen Egged (externer Link) eine direkte Verbindung zurück nach Jerusalem. Entsprechende Bushaltestellen sind in den Siedlungsgebieten, direkt vor der israelischen Kaserne in der Innenstadt sowie auf dem Vorplatz bei Abrahams Grab zu finden.

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Tag 12: Totes Meer und Festung Masada

Masada ist ein Zeichen des jüdischen Selbstbehauptungswillens

Falls du nicht schon auf dem Weg vom Roten Meer nach Jerusalem einen Zwischenstopp am Toten Meer und der Festung Masada eingelegt hast, kannst du das von Jerusalem aus mit dem Bus (externer Link) im Rahmen eines Tagestrips wunderbar nachholen. Die Festung Masada (externer Link) wurde im Wesentlichen im Auftrag von König Herodes I. ca. 40 v. Chr. erbaut. Zu ihrer Zeit galt sie als uneinnehmbar und hat auch heute eine ganz erhebliche Bedeutung für das israelische Selbstverständnis. Die jährlichen Abschlussmanöver der militärischen Grundausbildung endeten bis 1991 auf dieser Festung. Im Schwur der Soldaten wurde die Festung zu einem Symbol des jüdischen Selbstbehauptungswillens: „Masada darf nie wieder fallen“. Inzwischen ist diese Tradition überholt. Sie lässt aber noch immer erahnen, welche Bedeutung die Festung Masada im jüdischen Staat hat.

Die 400 Höhenmeter bis zur Festung kannst du übrigens über den sog. Schlagenpfad zu Fuß zurücklegen. Faule nehmen die Seilbahn. Auf dem Hin- oder Rückweg mit dem Bus kannst du am Toten Meer einen Zwischenstopp beim Naturpark Ein Gedi machen. Dort wirst du genügend Möglichkeiten finden, jenseits der offiziellen Strände dich einfach so auf  dem Toten Meer treiben zu lassen.

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Tag 13 und 14: See Genezareth & Nazareth

Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Nazareth. Zugegebenermaßen ist Nazareth kein wirklich spannender Ort. Dennoch liegt es ganz günstig, um zum See Genezareth zu kommen und anschließend nach Haifa weiterzureisen. In Nazareth und Kafarnaum am See Genezareth liegen viele der wichtigsten Stätten des christlichen Glaubens. Hier wurde Jesus geboren und hat viele seiner Wunder vollbracht. Da ich auf dem Gebiet kein großer Experte bin, halte ich mich mit der Deutung mal zurück. Jedenfalls ist die Gegend um Kafarnaum auch landschaftlich sehr ansprechend und da totale Kontrastprogramm zum unwirtlichen Toten Meer und der Wüste Negev. Als Hostel kann ich dir das kleine und gemütliche Sim Sim Backpackers (externer Link) empfehlen.

Wer etwas mehr Zeit hat oder nicht so viel Wert auf christliche Pilgerstätten legt, sollte übrigens lieber die Golanhöhen zum Ziel machen.

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Tag 15 und 16: Haifa & Akkon

„In Jerusalem wird gebetet, in Tel Aviv gefeiert und in Haifa gearbeitet.“, sagt ein israelisches Sprichwort. Irgendwie ist da was dran. Haifa ist dank seiner Lage am Mittelmeer echt schön, hat aber doch eher den Charme einer Arbeiterstadt. Ein Hingucker auch für botanisch ungebildete und untalentierte Menschen sind die hängenden Gärten der Baihai. Für Ordnungsfanatiker wie mich ist der Anblick des streng symmetrisch angelegten Gartens ein purer Genuss. Leider kann man den Garten nur im Rahmen von Führungen betreten. Wer Lust dazu hat, sollte sich vor Ort erkundigen, wo und wann es losgeht. Ich hab darauf verzichtet, weil ich irgendwie keine Lust auf einen Garten- und Landschaftsbaulehrgang hatte. Außerdem hat mir der Blick von oben schon genügt. Der Ausblick über die Stadt, den Hafen und die Bucht ist insbesondere in der Nacht atemberaubend.

Auf der anderen Seite der Bucht liegt Akkon, eine im Zentrum mittelalterliche Stadt, die mit einer bis zu 150 m starken Festungsanlage umgeben ist und als eine der orientalischsten Städte Israels gilt. Von Haifa aus gibt es endlose Busverbindungen nach Akkon, sodass du deinen Tagesausflug gar nicht groß planen musst. Als Hostel in Haifa kann ich dir das zentral gelegene Port Inn (externer Link) wärmstens ans Herz legen. Von Haifa aus kommst du mit dem Zug sowohl nach Tel Aviv als auch direkt zum Ben Gurion International Airport.

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Tag 17: Abschied nehmen

Wer will kann jetzt noch einen (paar) Tag(e) in Tel Aviv dranhängen. Genug zu erleben gibt es dort sicher (siehe oben) und sich in der Strandstadt ein bisschen treiben zu lassen, bietet sich nach der Tour durch Israel und Jordanien ebenfalls an. Anschließend geht es mit vielen Erinnerungen und noch mehr Fragen im Gepäck zurück!

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Was es noch zu sagen gibt

Sicherheit im Blick behalten

Ich habe mich sowohl in Jordanien als auch in Israel zu jedem Zeitpunkt außerordentlich sicher gefühlt. Der seit 1994 zwischen Israel und Jordanien bestehende Frieden, die dauerhafte Präsenz von Sicherheitskräften, vor allem aber die vielen freundlichen Menschen haben zu diesem Gefühl beigetragen. Selbstverständlich solltest du trotzdem die aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes (externer Link) im Blick behalten.

Offen für Begegnungen sein

Versuche möglichst mit offenen Augen und offenem Herzen unterwegs zu sein, dann wirst du ganz wunderbare Begegnungen machen. Die Menschen in dieser krisengebeutelten Region sind einfach der Hammer. So etwas herzliches habe ich selten erlebt. Es macht es übrigens um einiges einfacher, wenn du dich nicht in Backpacker-/Traveller-Gruppen bewegst. Dann werden dich die Leute auf der Straße von alleine ansprechen. Gerade in Jordanien und in Palästina sind die Menschen offensichtlich daran interessiert, etwas zu ihrer persönlichen Geschichte und ihrem Land zu erzählen. Diese Erfahrungen kann keine geführte Tour ersetzen! Ein paar Fotos von interessanten Begegnungen in Israel und Palästina habe ich in einem eigenen Blogpost zusammengestellt.

Die Küche des Nahen Ostens genießen

Kulinarisch ist eine Reise nach Israel und Jordanien ein Erlebnis. Die Region ist ein Schmelztiegel verschiedener Einflüsse. Die Juden haben aus der Diaspora ihre jeweilige regionale Küche mitgebracht. Dazu kommen die Einflüsse der gesamten Mittelmeerregion, aus Nordafrika und Asien. Im Grunde kannst du hier alles bekommen. Aber eins gab es zumindest bei mir jeden Tag: Hummus. Dieser Kichererbsenbrei ist einfach nur unfassbar lecker! Wenn ihr den Genuss des Nahen Osten mit nach Hause nehmen wollt, besorgt euch unbedingt das Jerusalem-Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Mein Lieblingskochbuch!

Auf den Sabbat vorbereitet sein

Verinnerliche schon vor Reiseantritt, dass das öffentliche Leben in Israel am Sabbat zum Erliegen kommt und insbesondere keine Busse fahren. Deinen Trip planst du also am besten so, dass in Israel kein Reisetag auf den Sabbat fällt.

Optimale Reisezeit

Die optimale Reisezeit für deine Reise nach Israel und Jordanien ist das Frühjahr zwischen den Monaten März und Mai. Aber auch der Herbst (Oktober und November) bietet sich an, allerdings steht die Natur dann natürlich nicht in einer so schönen Blüte wie im Frühjahr. Der Sommer ist wirklich sehr heiß und im Winter kann es gerade in Jordaniens Wüstenregionen bitter kalt werden.

Sparen mit der Hostel-Card

In Israel warten echt coole Hostel auf dich! Mit einer ILH-Card (externer Link) sparst du in den meisten Hostels fünf Prozent. Frag in deinem ersten Hostel einfach nach der Karte. Dann bekommst du diese beim Check-Out und kannst sie beim nächsten Hostel beim Einchecken abgeben. Wenn du auscheckst bekommst du dann wieder eine neue Karte. Und so geht es immer weiter. Bis du Israel verlässt.

Stay connected

In Israel ist das Online-Bleiben kein Thema. Sogar in der hintersten Ecke des Strands von Tel Aviv gibt’s kostenloses Wifi. Auch in den Bussen wirst du vorbildlich versorgt. Selbst in Jordanien ist die Situation ordentlich. Hier warten an vielen Orten freie Wifis. Allerdings gibt sowas weder in Wadi Rum noch in Petra. Internet würde da aber eh nur die Ruhe versauen.

Einkauftipps

Abschließend noch einige Lesetipps, mit denen du dich auf deine Reise in den Nahen Osten vorbereiten kannst.

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4 Kommentar

  1. Ein unglaublich toller Reisebericht, welcher mir viel Freude bereitete beim Lesen. Auch deine objektive Betrachtung BEIDER Seiten im Nahost Konflikt ist lobenswert… Weiter so Till

    • Vielen Dank für dein Lob, Fernando. Es freut mich sehr, dass der Artikel dir so gut gefallen hat. Eine objektive Betrachtung des Nah-Ost-Konflikts würde ich mir aber niemals anmaßen. Wichtig ist es, zu erkennen, dass alle unter der Auseinandersetzung leiden.

  2. Was für ein langer, aber total lesenswerter Reisebericht. Plane demnächst auch nach Israel zu fahren und werde einige Tipps bestimmt berücksichtigen. Danke!

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