Der Kindle als RSS-Reader Dein Weg zur persönlichen Tageszeitung.

In Digitales

Viele schwören auf RSS-Feeds und die dazugehörigen Reader. Andere halten es im Angesicht von Instagram, Facebook, Twitter und Snapchat für ein total überholtes Relikt aus Zeiten des Steinzeitinternets. Nachdem ich meinen RSS-Reader vor ca. einem Jahr auf Rechner und Handy deinstalliert hatte, freue ich mich jetzt wieder täglich über RSS. Gemeinsam mit dem Kindle produziert RSS eine ultimative Tageszeitung nur für mich. Dafür werden meine neu aufgelaufenen Feed-Meldungen jeden Morgen als Magazin im MOBI-Format automatisch an den Kindle geschickt.

Wie es funktioniert

Als Werkzeug für meine persönliche E-Tageszeitung benutze ich Fabreadly. Damit läuft alles ganz einfach. Kurz bei Fabreadly registriert, den eignen RSS-Feed von Feedly eingebunden und die E-Mail-Adresse von Fabreadly bei Amazon hinterlegt – fertig. Ohne Feedly funktioniert Fabreadly leider nicht. Die gesammelten RSS-Artikel werden zu einer festgelegten Uhrzeit als Mail auf den Kindle geschickt und dort als eine Zeitungsausgabe angezeigt. Die Artikel sind dann in Rubriken eingeteilt, die sich nach den verschiedenen Feeds richten. Die Bedienung der Ausgabe auf dem Kindle ist unfassbar einfach und total intuitiv. Fabready sendet übrigens nur die Artikel an den Kindle, die dort noch als ungelesen markiert sind. Durch die Einbindung von Feedly bleiben bereits gelesene Artikel also außen vor. Fabready bietet leider nur eine einwöchige kostenlose Testphase. Danach schlägt der Service mit 2,40 USD im Monat oder jährlich 24 USD zu Buche.

Parallel benutze ich auch noch die Send-To-Kindle-Funktion von Amazon, falls ich zwischendurch auf einen spannenden Artikel stoße, der mir außerhalb meines Feed-Universums begegnet. Damit wird der Kindle auch noch zur praktischen Leseliste. Dank dieser Funktion habe ich schon so manche Kolumne gelesen, die ansonsten verloren gegangen wäre. Fabreadly bietet auch eine Option an, um Pocket und Evernote einzubinden. Das habe ich bisher nicht ausprobiert, vermute aber, dass die Einbindung ähnlich einfach ist, wie die von Feedly.

Auch Instapaper bietet eine ähnliche Funktion an: Im Netz werden Artikel gesammelt und ungelesene landen automatisiert als Magazin auf dem Kindle.

Die Alternative Kindle4rss

Als Alternative zu Fabreadly gibt es unter anderem den Service Kindle4RSS. Kindle4RSS kommt ohne Feedly aus. Die Website bietet aber immerhin eine Import-Funktion an, mit der du deine bisherigen Feeds aus einer anderen Quelle automatisch einbinden kannst. Auf der Homepage von Kindle4rss kannst du deine Feeds außerdem ganz einfach verwalten. Wenn du über die Homepage Artikel liest, werden sie als gelesen markiert und nicht mit der nächsten Ausgabe deiner persönlichen Tageszeitung ausgeliefert. Kindle4RSS gibt es in zwei Versionen. Die kostenlose Version erlaubt dir, zwölf RSS-Feed zu abonnieren und beschränkt dich auf 25 Artikel pro Ausgabe. Für die meisten Nutzer sollten diese Einschränkungen kein großes Problem sein. Leider kannst du dir deine aggregierte Tageszeitung in der kostenlosen Version nicht automatisch zusenden lassen. Das kann nur die Pro-Version (1,90 USD pro Monat), die außerdem 300 Abonnements zulässt und die Anzahl der Artikel pro Ausgabe nicht limitiert.

Einen ähnlichen Service bietet auch Sendtoreader mit Periodicals an. Das habe ich aber wegen der mit 9 USD monatlich üppigen Kosten nicht ausprobiert.

3 Kommentar

  1. Hallo Till,
    Danke für den kleinen Überblick! – Ein interessanter Artikel, auch wenn nun schon fast ein Jahr alt, so bin ich erst heute darauf gestoßen.
    Mich würde interessieren, ob du die vorgestellte Kombination noch immer im Einsatz hast! Hat sich das Gespann aus Kindle und Fabreadly bewährt?
    Finde die Idee einer individuellen, mobilen „Tageszeitung“ sehr spannend. Zumal man auf einem Kindle wohl prima lesen kann und nicht so viel Sorge mit dem Akku hat.
    Leider scheinen nur sehr wenige Leute die gleiche Idee zu verfolgen. Mich würde interessieren, wie das „Ergebnis“ letztlich auf dem Kindle aussieht (Habe selbst bislang leider keinen).
    Vielleicht kannst du ja nochmal einen kleinen Nachtrag machen?
    Schöne Grüße!

    • Hi Jan,

      danke für dein Interesse und Lob! Ich freue mich, dass mein Blogeintrag dir weiterhelfen kann. Also inzwischen bin ich auf Kindle4RSS gewechselt, weil das wirklich die einfachste Lösung ist. Bin damit auch super zufrieden. Auf dem Kindle sieht das so aus, dass du links eine Spalte hast, in der die RSS-Feeds aufgelistet sind und rechts die einzelnen Artikel des gerade gewählten Feeds. Sobald du einen Artikel aufrufst, werden die genau so dargestellt wie E-Books. Alles super easy und extrem praktisch.

      Wenn ich die Tage Zeit finde, werde ich mal ein paar Fotos als Nachtrag hochladen.
      Stay tuned!

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