Indien für Anfänger Eine Woche in einer anderen Welt.

In Asien, Indien

Indien hat für viele US-Amerikaner und Europäer eine ganz besondere Anziehungskraft. Hippie-Trail, Taj Mahal, Yoga, Ashrams, Hinduismus und Buddismus machen Indien zum Land spiritueller Sehnsüchte. Das kommt nicht von ungefähr. Aber Indien in nur einer Woche? Kann sich das lohnen? Sieht man überhaupt was von diesem facettenreichen Land? Und das als Backpacking-Einsteiger? Mein kleiner Guide: Indien für Anfänger.

Indien für Anfänger oder: In sieben Tagen durch’s goldene Dreieck

Klar ist: Eine Woche ist nur eine Stippvisite im indischen Subkontinent. Darum war ich bei meiner Flugbuchung wirklich skeptisch, ob sich eine Woche überhaupt lohnt. Jetzt weiß ich aber: Sieben Tage bieten genug Zeit, um einen Einblick in dieses faszinierende Land zu erhaschen. Und schon dieser kleine Einblick hat es in sich! Indien für Anfänger verspricht viel Anstrengung und einige Überraschungen. In wenigen Tagen will das goldene Dreieck aus Delhi, Agra und Jaipur, der echte Indien-Klassiker, bereist werden.

Delhi – Stadt mit zwei Gesichtern

Ausgangspunkt des Kurztripps nach Indien ist die Hauptstadt Delhi. Delhi präsentiert sich als Megacity mit zwei Gesichtern. Die muslimisch geprägte Altstadt ist ein stinkender Moloch. Eng bebaut und überfüllt. Kein Ort zum Wohlfühlen. Gefühlt eher der Vorhof zur Hölle. Aber ein interessanter Flecken Erde. Auf den hektischen Märkte bieten hunderte Händler ihre Reis, Gemüse und Geschlachtetes feil, während sich Bauarbeiter gleich daneben erleichtern. Lebensmüde Rikscha-Fahrer brettern über marode Straßen, umschiffen im Weg stehende heilige Kühe und stürzen den verrückten Verkehr damit endgültig ins Chaos. Anstrengung wohin man schaut. Leben rundherum. Das ist nichts für schwache Nerven. Darum ist Delhis Old City auch genau der richtige Einstieg für Indien. Schließlich kann es nur noch besser werden! Und so bildet Neu Delhi das passende Kontrastprogramm. Es überrascht mit seinen großzügigen Straßen- und Parkanlagen, seiner europäisch beeinflussten Architektur und nahezu entspannender Ruhe. Hier haben die englischen Kolonialherren eindeutig ihren Fußabdruck hinterlassen.

Das weiße Weltwunder von Agra

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Trotz Menschenmassen einfach nur beeindruckend: Der Taj Mahal

Eine Reise nach Indien ohne Besichtigung des Taj Mahal wäre unvollständig, immerhin ist der Taj das berühmteste Gebäude der Welt und eines der sieben neuen Weltwunder. Also führt kein Weg vorbei an Agra, Indiens unangefochtener Hauptstadt des Touristen-Nepps. Mehr als drei Nächte sollten hier auf keinen Fall eingeplant werden (eine Tagestour in die Kaiserstadt Fatehpur Sikri eingeschlossen). Der Taj Mahal selbst ist erwartungsgemäß wunderschön, aber touristisch total überlaufen. Die Einfassung des Mausoleums in einen streng symmetrisch angelegten Garten schafft für den strahlend weißen Marmor architektonisch genau den richtigen Raum. Kein Wunder, dass sich unser ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke überwältigt von der Schönheit des Taj Mahal seiner Frau zuwandte, um festzustellen: „Sauerland bleibt Sauerland.“ Ja, sowas wie den Taj gibt’s im Sauerland wirklich nicht. Dennoch haben mich die wunderschönen und unfassbar feinen Marmorintarsien des Itimad-ud-Daula, gerne auf Baby-Taj genannt, nachhaltiger beeindruckt. Der Itimad-ud-Daula liegt auf der anderen Seite des Flusses Yamuna, von der aus man auch einen wunderbaren Blick auf den Taj Mahal hat.

Rajasthans Paläste in Jaipur

Den dritten Teil des Kurzausflugs nach Indien bildet Jaipur mit seinen rosaroten Märchenpalästen. Das als „Pink City“ bekannte Stadtzentrum ist geprägt von Basaren, Händlern und relativ wenig Straßenverkehr. Sehenswert ist der Palast der Winde, der eigentlich gar kein Palast ist, sondern nur eine Fassade, hinter der sich die Damen des Maharaja verstecken konnten, um die prunkvollen Festumzüge selbst unbeobachtet zu genießen. Das Jantar Mantar gleich nebenan ist ein riesiges Freiluftobservatorium. Dass statt eines Tempel dieses astrologische Instrument im Zentrum der Stadt steht, ist ein Ausdruck des fortschrittlichen Denkens im Indien des 18. Jahrhunderts. Etwas außerhalb wartet das großzügig angelegte Fort Amber und der Wasserpalast Ja Mahal Mitten im Man Sagar See. Zum Sonnenuntergang ist das Nahargarh Fort lohnenswert. Dort gibt es einen unglaublichen Blick über die gesamte Stadt.

Tierisches Leben in Indien

Indien bietet eine erstaunlich abwechslungsreiche Tierwelt, die inmitten der Städte zu finden ist. Plündernde Affen, schmarotzende Kühe und bettelnde Hunde gehören in Indien einfach dazu. Die indische Bevölkerung nimmt’s mit Gelassenheit. Und was anderes bleibt Travellern auch nicht übrig. Tiere haben hier einen eher gleichberechtigten Status. Davon könnten wir uns in Europa sicherlich noch die ein oder andere Scheibe abschneiden. Mahatma Gandhi hat es  wunderbar auf den Punkt gebracht: „Die Größe und den moralischer Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“

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